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Das in Zusammenarbeit mit dem Niger Aktiv Kreis e. V. durchgeführter LKW-Projekt ist ein voller Erfolg: Der von der Ten Brinke Gruppe gesponserte und im Dezember 08 nach Niger überführte LKW wurde zunächst für die dortigen Straßenverhältnisse tauglich gemacht und umgebaut. Seit Februar 09 ist er im Einsatz und seitdem ständig ausgebucht. 
Der LKW übernimmt Lebensmittellieferungen innerhalb Nigers. Für eine Lieferung ist der festangestellte und erfahrene LKW-Fahrer mit einem Mechaniker und Auszubildenden je nach Entfernung zwischen 4-7 Tagen unterwegs. Von den Einnahmen werden die Gehälter für den Fahrer, Mechaniker und Auszubildenden abgezogen sowie Benzinkosten, Straßengebühren (Polizeiposten, Steuern) und anfallende Reparaturkosten. Im Übrigen finden junge Männer an den Abfahrts- und Zielorten eine bezahlte Gelegenheitsarbeit, indem sie den LKW be- und entladen. Vom Rest der Einnahmen wird ein Teil als Reserve für eventuell erforderliche größere Reparaturen zurückgelegt. Mit dem anderen Teil wird das Projekt „Mobile Schwangerschaftsberatung und Geburtshilfe“ finanziert. Der LKW hat im Februar 09 Einnahmen von 1884 € erzielt, dem standen Ausgaben von 1349 € gegenüber, alleine 646€ für Benzin. Für das Hebammen-Projekt gab es also im Februar einen Erlös von 535€. Im März 09 waren Einnahmen von 1952€ und Ausgaben von 1503€ zu verzeichnen. Der Erlös für das Hebammen-Projekt belief sich im März damit auf 449€.
Von den Geldern wurde zunächst eine Entbindungsstation in der Hauptstadt Niamey ausgerüstet. Diese war von der Regierung als zweite überhaupt vorhandene Station gebaut, jedoch mit keinerlei Material ausgestattet worden. Die Frauen mussten auf dem Boden entbinden, die Hebammen hatten keinerlei Utensilien. Dank der Einnahmen aus dem LKW-Projekt konnte folgende Grundausstattung angeschafft werden: 3 Matratzen, 6 Decken, 5 Stühle, sterile Handschuhe, Medikamente, 1 Kühlschrank, Eimer, Lampen, Arbeitskittel für die Hebammen und Krankenschwestern. Wie auf den Fotos zu sehen, ist die Hilfe für die Mitarbeiter, schwangeren Frauen und Mütter sehr wertvoll.

Als nächstes konnte von den Einnahmen aus dem LKW-Projekt ein Einsatz der „Mobilen Schwangerschaftsberatung und Geburtshilfe“ finanziert werden. Eine Woche im Voraus kündigten 3 Hebammen ihren Einsatz in einem 300 km von Niamey entfernten Dorf an. Dort hält ein Arzt eine Krankenstation aufrecht, die die einzige in einem Umkreis von circa 200 km ist. Zum besagten Termin brachte der „Hilfskonvoi“ Medikamente, Handschuhe, steriles Nähmaterial sowie einen Sack Bohnen und einen Sack Reis mit, da Hungersnot besteht. Er wurde von 300-400 Frauen und Kindern erwartet. Die Materialien und Medikamente wurden zum einen Teil beim Arzt hinterlegt, zum anderen Teil an Notdürftige verteilt.

Zurzeit ist die nigrische Bevölkerung besonders von Cholera und Meningitis bedroht. Eine Meningitis-Impfung wurde vom Staat für alle Kinder flächendeckend durchgeführt, eine Cholera-Impfung jedoch nicht. Aufgrund der mangelhaften hygienischen Verhältnisse des Trinkwassers besteht ein hohes Infektionsrisiko. Das ausgewählte Dorf liegt in der Nähe eines Flusses und ist daher ein besonderes Risikogebiet für die Cholera-Infektion. In der Sprechstunde mit den Hebammen wurden die Frauen und Kinder insbesondere zu Schutzmaßnahmen vor Cholera beraten. So wurde ihnen u.a. nahegelegt, dass Flusswasser vor dem Verzehr stets mit einem chemischen Mittel aufzubereiten. Die Frauen und der Arzt äußerten sich sehr dankbar für die Unterstützung durch das Projekt. Weitere Einsätze sind in Planung und werden nach erfolgten Einnahmen aus dem LKW-Projekt durchgeführt. Wie unsere Koordinatorin vor Ort, Amina Amadou, zu den Projekten sagt „Une réussite totale“, ein voller Erfolg. Sie ist begeistert, dass sie anstelle von regelmäßigen externen Spenden selbst die Möglichkeit bekommen haben, Geld zu erwirtschaften und damit Hilfsprojekte zu finanzieren.
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Lüdinghausen - Die Erlebnisse lassen ihn nicht los. Zehn Tage hat Dr. Jörg Mergenthaler im Dezember im Niger verbracht - einem der ärmsten Staaten der Erde. Gemeinsam mit dem Gronauer Achim Lux, seinem Schwiegervater, und seinem Schwager Omar Barke, einem gebürtigen Nigerer, war er im Hilfseinsatz für den Niger-Aktiv-Kreis. Nahe der Hauptstadt Niamey wird mit Unterstützung dieses Vereins eine ambulante Hebammenstation aufgebaut. „Es war beeindruckend. Ich war bestimmt nicht zum letzten Mal in dem Land“, ist er sicher, dass er sich auch weiter für das Projekt einsetzen wird.

Schon die Anreise sei ein kleines Abenteuer gewesen. Von Paris aus ging es für die drei Männer mit dem Flugzeug nach Cotonou, die Hauptstadt des Küstenstaates Benin. Dort wurde im Hafen ein per Schiff transferierter Lkw in Empfang genommen. Dieser soll im Niger als Transportfahrzeug vermietet werden und so unter anderem zur Finanzierung des Projekts beitragen. „Und das läuft schon sehr gut an“, berichtet Mergenthaler. Schließlich sei die Infrastruktur in dem Land auf die privaten Transporteure angewiesen. Darüber hinaus wurde in Cotonou ein Jeep gekauft, mit dem künftig die Hebammen im Niger von Dorf zu Dorf fahren, um Schwangere zu unterstützen.
Er selbst, so der Mediziner, habe in seinem Reisegepäck etliche Medikamente - unter anderem Antibiotika - gehabt, um so vor Ort helfen zu können. In dem Haus seiner Gastgeber in Niamey, einer Tante seines Schwagers Omar Barke, habe er außerdem eine Sprechstunde für die Nachbarschaft abgehalten. „Eine ganz besondere Erfahrung“, sagt Mergenthaler.
Finanziert wird das gesamte Projekt über Spenden, nicht zuletzt auch aus Lüdinghausen. Neben privaten Geldgebern hat sich auch das St.-Marien-Hospital etwa mit medizinischem Gerät engagiert. Dass der Einsatz der mobilen Hebammen im Niger dringend nötig ist, verdeutlicht eine Zahl: „Von 30 Erstgebärenden stirbt eine Frau bei der Geburt ihres Kindes“, weiß Mergenthaler.
Das ganze Hilfsprojekt ist gleichsam eine Familienangelegenheit: Aus Deutschland agieren Achim Lux sowie seine beiden Schwiegersöhne Jörg Mergenthaler und Omar Barke, der vor Jahren als politischer Flüchtling in der Bundesrepublik Asyl fand. Im Niger selbst ist eine Schwester Barkes als Hebamme aktiv.
Für die Zukunft stellt Jörg Mergenthaler sich vor, mit befreundeten Ärzten regelmäßig im Niger Hilfe zu leisten. Zu diesem Zweck bastelt er gerade an einem entsprechenden Netzwerk.
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Gronau/Niamey - Auf den ersten 1300 Kilometern, die der Gronauer Lkw vom Hafen Cotonou in Benin bis zu seinem zukünftigen Einsatzgebiet im Niger zurücklegte, wurde schon deutlich, dass er nicht für die Straßen Afrikas gebaut war. Viel zu tief gelegt sein Chassis, viel zu fragil der Aufbau des Anhängers. Die erste Handlung des Teams, das sich mit dem kleinen Hilfskonvoi, bestehend aus Lkw, Pkw mit Allradantrieb und medizinischen Gerätschaften, auf den Weg nach Niamey gemacht hatte, bestand darin, den Umbau des Lasters in Auftrag zu geben.
Achim
Lux vom Gronauer Niger-Aktiv-Kreis ist heute noch voll der Bewunderung für die geschickten Mechaniker, die es schafften, innerhalb weniger Tage aus dem eigentlich für niederländische Autobahnen ausgelegten Fahrzeug einen Allround-Transporter zu machen. Gemeinsam mit seinem Schwiegersohn Omar Barke, in der Hauptstadt von Niger geboren und aufgewachsen, und dem deutschen Arzt Dr. Jörg Mergenthaler aus Lüdinghausen, ebenfalls ein Schwiegersohn des Gronauers, hatte er vor Weihnachten 2008 den Flug in die afrikanische Heimat von Omar Barke angetreten. Zweck der Reise war es, in Niamey, wo eine Schwester von Omar als Hebamme arbeitet, eine mobile Geburtsstation einzurichten (WN berichteten). Den Flug bezahlten die drei Reisenden aus dem eigenen Portmonee, die medizinischen Hilfsmittel und der Laster waren gespendet worden. Auch die sonstigen finanziellen Mittel, die für eine solche Mission benötigt werden, stammten von Spendern. Der Lkw, von einem niederländischen Unternehmer zur Verfügung gestellt, wurde per Schiff nach Cotonou in Benin transportiert, wo Achim Lux und seine Begleiter ihn in Empfang nahmen. Mit der unschätzbaren Hilfe von Barke, der als Einheimischer aus dem Nachbarland mit den Gepflogenheiten vertraut war, wurden Zoll und Einfuhr reibungslos geregelt.
Dann nahm das Abenteuer seinen weiteren Verlauf. Eine stundenlange Fahrt durch Steppe und Savanne bei gut 30 Grad Hitze stimmte die Besucher aus dem kalten Deutschland in die Situation im Herzen von Afrika ein. Herzlich empfangen von Barkes Familie, wurde zunächst einmal gefeiert, ausgepackt und geplant. Nach seiner Rundum-Erneuerung sollte der Laster dazu dienen, die laufenden Kosten für die Geburtshilfe-Unit zu erwirtschaften. „Die Infrastruktur in meinem Land ist nicht gut ausgebaut, Bahn und Ähnliches gibt es nicht“, erklärt Omar Barke. Waren werden in aller Regel per Lkw bewegt. Daher ist ein Transporter viel gefragt und meist ausgebucht. Ein Fahrer für die Transporte wurde gefunden, ebenso einer für den in Cotonou gekauften Pkw, in dem zwei Hebammen zu den oftmals weit abgelegenen Dörfern in Niger gelangen können.
Seine Jungfernfahrt erlebte der geländegängige Volvo kurze Zeit später. Ein einheimischer Arzt, der gut 50 km von Niamey entfernt auf dem unwegsamen Land praktiziert, war als Ausgangspunkt für die Einsätze der Hebammen ausgemacht worden. „Er kennt seine Patientinnen, und sie kennen ihn“, so Achim Lux. „Sie vertrauen ihm, und daher haben sie auch Vertrauen zu den Hebammen, die ihnen zur Seite stehen wollen.“ In Bezug auf Aufklärung und Beratung sei noch viel zu tun, bestätigt Hebamme Safia. Verhütung, Familienplanung und gesundheitliche Versorgung von Müttern und Kindern sind Themen, die die Frauen mit den Hebammen besprechen und klären sollen. Der Arzt vor Ort ist froh über die fachliche Unterstützung, hat er doch in seiner kleinen Praxis alle Hände voll zu tun.
Einen erfreulichen Anfang der geburtshilflichen Arbeit konnten die Gäste aus Deutschland schon direkt in Augenschein nehmen. Eine junge Schwangere begrüßte sie Stunden nach dem ersten Zusammentreffen mit ihrem Neugeborenen. Ein Erinnerungsfoto zeigt die junge Mutter mit dem noch hellhäutigen Baby: Afrikanische Kinder kommen mit weißer Hautfarbe zur Welt.
» Spenden sind dringend nötig und können auf folgende Konten eingezahlt werden: Volksbank Gronau-Ahaus (Blz. 401 640 24), Kto. Nr. 202 109 100 sowie Sparkasse Gronau (Blz. 401 540 06), Kto. Nr. 801 433 4.
Weitere Informationen über die Arbeit des Niger-Aktiv-Kreises Gronau gibt es im Internet.
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-ps- Gronau. Eine besinnlich-heitere Lesung von Texten, Gedichten und Lyrik, feinsinnig abgestimmt mit musikalischen Darbietungen, gibt es am kommenden Sonntag, dem ersten Advent, im Walter-Thiemann-Haus. Passend zur dunklen Jahreszeit, in der aber bereits die ersten Kerzen am Adventskranz auf das Wiedererscheinen des Lichts hoffen lassen, lautet der Titel des Nachmittagsprogramms „Von Licht und Schatten“.

Theresa Koberg hat ein kleines, aber feines Repertoire zum Wechselspiel des Lebens zusammengestellt. In Texten von Eichendorff, Goethe und anderen Dichtern, aber auch in Hans Christian Andersens Märchen vom „Mädchen mit den Schwefelhölzern“ lässt sich wunderbar dem Zusammenklang von Hell und Dunkel nachhängen, den freudigen Momenten des täglichen Lebens und ihrer Kehrseite, der Trauer und dem Traurigsein, dem Traum und der Düsternis.
Der erste Teil des Lese-Zyklus ist der Sonne gewidmet. Die Nacht und ihre Gestirne als Raum der Liebenden bringt eine andere Nuance zum Vorschein. Nacht kann aber auch Geborgenheit und Ruhe bedeuten, bevor die Erde am folgenden Morgen wieder in vollem Glanz und Licht erwacht.
Musikalisch wird das Programm gestaltet von Achim Lux, der mit seiner Klarinette heiter-melancholische Klezmer-Klänge ins Spiel bringt, und von Claudine Hölscher-Grenat, die auf dem Violoncello klassische Weisen von Bach und anderen Komponisten darbietet.
Das Nachmittagsprogramm „Licht und Schatten“ gibt es am kommenden Sonntag (30. November) um 15 Uhr im Walter-Thiemann-Haus, Alfred-Dragstra-Platz (neben der Evangelischen Stadtkirche).
Einlass ist bereits um 14.30 Uhr. Kaffee und Kuchen sind im Walter-Thiemann-Haus erhältlich. Der Eintritt beträgt drei Euro pro Person und geht als Spende an das Projekt „Mobile Geburtsstation“ des Gronauer Niger-Aktiv-Kreises (NAK).
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